Geschichte des Autolacks
Zunächst wurden Autos mit normalen Ölfarben ohne Lackierung gestrichen. Mit der technologischen Entwicklung im 20. Jahrhundert begannen man jedoch, Nitrozelluloselacke zu verwenden, um den Glanz zu verbessern und den Lack vor Ausbleichen zu schützen. Moderne Autos werden nach Zwei- oder Dreischichtsystemen lackiert, wobei der abschließende Schritt das Auftragen eines klaren Autolacks ist.
Warum man das Auto mit Lack überziehen sollte
- UV-Schutz – der Lack verhindert das Ausbleichen der Farbe in der Sonne.
- Kratzerbeständigkeit – die Lackschicht nimmt kleine mechanische Beschädigungen auf.
- Chemische Beständigkeit – der Lack schützt die Farbe vor Reinigungsmitteln, Salzen, Säuren und Kraftstoff.
- Tiefenwirkung der Farbe und Glanz – besonders wichtig bei Metallic- und Perleffektlackierungen.
Welche Lacke unbedingt mit Klarlack überzogen werden müssen
Es gibt zwei Haupttypen von Autolacken nach Auftragstechnologie:
1. Basislack (Basecoat)
Dies ist die Dekorschicht, die keine schützenden Komponenten enthält. Sie benötigt immer das Auftragen von klarem Lack, sonst verblasst und wäscht sie schnell ab. Besonders betrifft das Metallic- und Perleffektlacke.
2. Acryllack (2K)
Dieser Lack enthält bereits Härter und kann ohne Lack verwendet werden. Für einen besseren Schutz und Glanz wird er jedoch oft auch mit Klarlack überzogen, besonders auf horizontalen Flächen (Motorhaube, Dach).
Tipps zur Anwendung von Autolack
- Bei der Reparatur von kleinen Steinschlägen sollte nach dem Lackieren ein Lackstift verwendet werden – dies verhindert Rostbildung.
- Für langanhaltenden Schutz können zwei Lackschichten mit Zwischentrocknung aufgetragen werden.
- Vor dem Lackieren die Oberfläche mit Antisilicon entfetten – das verhindert die Bildung von Kratern.
- Verwenden Sie Lack mit UV-Filter, wenn das Auto oft in der Sonne steht.
- Für den finalen Glanz kann man einen Tag nach dem Lackieren mit Polierpaste nachpolieren.
Fazit
Autolack ist nicht nur ein dekoratives Element, sondern eine notwendige Schutzschicht für den Lack. Er verlängert die Lebensdauer des Lackauftrags, erhält das ästhetische Erscheinungsbild des Autos und erleichtert die Pflege. Bei Reparaturen oder Teilneulackierungen sollte immer berücksichtigt werden, welcher Lack verwendet wurde und ob eine Lackierung erforderlich ist.